EU-Richtlinie INSPIRE

Die zunehmende Bedeutung der Geodaten aufgreifend, fordert die EU-Richtlinie 2007/2/EG (Infrastructure for Spatial Information in the European Community - INSPIRE), dass die Öffentlichkeit zu bestimmten Geoinformationen öffentlicher Stellen kostenfrei Zugang erhalten muss. Die geforderten Inhalte ergeben sich aus den Anhängen I-III der Richtlinie. Es handelt sich dabei u. a. um Einwohnerdaten, Geoinformationen zu Ver- und Entsorgung, Straßen- und Gewässernetze, Schutzgebiete und vieles mehr. INSPIRE selbst wurde zwischenzeitlich durch das Geodatenzugangsgesetz (GeoZG) in Bundes-, sowie das Landesgeodateninfrastrukturgesetz (LGDIG) in Landesrecht umgesetzt. Demnach ist vorgesehen, dass zunächst (Dezember 2013) Metadaten - diese bilden ein Verzeichnis über die zu einem späteren Zeitpunkt tatsächlich zugänglich gemachten Geoinformationen - bereitzustellen sind.

Die Umsetzung von INSPIRE auch auf kommunaler Ebene wird künftig im Mittelpunkt des Geoinformationswesens stehen. Aus Sicht der kommunalen Spitzenverbände ist vorab zu klären, welche Geoinformationen tatsächlich dem Anwendungsbereich der Richtlinie unterliegen. Danach werden gemeinsam mit dem Land Fragen der technischen Umsetzung zu klären sein.

Autor: Jürgen Hesch Drucken voriges Kapitel