Elektro- und Elektronikgeräteentsorgung

Durch das in Ausführung der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronikaltgeräte im Jahr 2005 verabschiedete Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) ist seit dem 24. März 2006 die Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeräten neu geregelt. Die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger führen seitdem - für den Bürger kostenfrei - nur noch die Sammlung der Altgeräte durch. Sie stellen dann an sog. Übergabestellen, aufgeteilt in fünf Gerätegruppen, den Herstellern die Altgeräte und Beleuchtungskörper zur Abholung bereit. Sie können aber auch einzelne oder alle fünf Fraktionen der Elektro-Altgeräte von der Übergabe an die Hersteller ausnehmen und selbst verwerten. Von dieser Möglichkeit der Eigenvermarktung wird insbesondere bei den Gruppen 1 (Haushaltsgroßgeräte) und 5 (Haushaltskleingeräte) häufiger Gebrauch gemacht.

Die Umsetzung der neuen Rechtslage führte in der Praxis zu vielfältigen Problemen. Insbesondere die Bereitstellung und Abholung der Behältnisse für die Erfassung der Geräte - für die die Elektroindustrie zuständig ist - verursachte zunächst erhebliche Schwierigkeiten. Zwischenzeitlich konnte man sich zwischen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern und Industrie in der Regel arrangieren.

Autor: Jürgen Hesch, Dr. Wolfgang Neutz Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel