Wertstofftonne

In §§ 10 Abs. 1 Nr. 3, 25 Abs. 2 Nr. 3 KrWG angelegt ist die Einführung einer sog. Wertstofftonne, entweder durch Rechtsverordnung oder im Wege eines sog. Wertstoffgesetzes. Mit Hilfe der Wertstofftonne sollen Leichtverpackungen und sog. stoffgleiche Nichtverpackungen in einem Gefäß gesammelt und zur Abholung bereitgestellt werden. Zu den sog. stoffgleichen Nichtverpackungen, die nicht dem Regime der Verpackungsverordnung unterliegen, zählen u. a. Spielsachen bzw. Kleiderbügel aus Kunststoff oder nach den Vorstellungen mancher sogar  Abfälle aus Metall. Gegenwärtig ist allerdings offen, ob sich der Bund tatsächlich zu einer verpflichtenden Einführung der „Wertstofftonne“ entschließt. Schon jetzt umstritten ist die Frage, wer dann für ihre Entsorgung verantwortlich zeichnet. Als Alternativen bieten sich die öffentliche Hand sowie die private Entsorgungswirtschaft an.

Autor: Jürgen Hesch, Dr. Wolfgang Neutz Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel