Energie, Natur und Verbraucherschutz

Neben der Stärkung des kulturellen Profils der Pfalz hat der Bezirksverband Pfalz ein vorrangiges strukturpolitisches Interesse am Energiemarkt der Region; hier gilt es für den Mehrheitsaktionär der Pfalzwerke, den kommunalen Einfluss auf die Energieversorgung der Pfalz zu sichern und die Wertschöpfung dauerhaft in der Region zu halten. Zu den Leistungen der Pfalzwerke gehören Strom, Wärme, Erdgas, erneuerbare Energien, Elektromobilität und Smart Living, die Steuerung von Heizung, Licht, Elektrogeräten und der Gebäudesicherheit im Haus.

Auch auf dem Gebiet der Landwirtschaft, die als Wirtschaftsfaktor und für die Landschaftspflege in Rheinland-Pfalz eine große Rolle spielt, engagiert sich der Bezirksverband Pfalz. Durch die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) sowie die BOLAP (Gesellschaft für Bodenberatung, Laboruntersuchungen und Qualitätsprüfung) in Speyer erhalten Landwirte eine qualifizierte Beratung; mit ihren Analysen kommt die LUFA den Bedürfnissen der Verbraucher nach gesunder Nahrungsmittelerzeugung nach. Nutztierhaltern bietet die Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz notwendige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an; im Rahmen ihres Versuchswesens überprüfen sie Fragen der Nutztierhaltung und Tierernährung auf ihre Praxistauglichkeit. Auch den Tabakanbauern stellt der Bezirksverband Pfalz einen Berater zur Seite. Einen unschätzbaren Wert für die hier lebenden Menschen und Gäste der Pfalz stellt das Biosphärenreservat Pfälzerwald dar; das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands bildet seit 1998 zusammen mit den Nordvogesen das erste grenzüberschreitende Biosphärenreservat der Europäischen Union und treibt zahlreiche Projekte voran, wie zum Beispiel die Vernetzung von Hirtenwegen im Pfälzerwald, die Schaffung eines grenzübergreifenden Biotopverbunds, die Anerkennung als Sternenpark, die Förderung der Artenvielfalt in Gärten und die Ausbildung von sogenannten Junior Rangern.

Beim Landgestüt Zweibrücken, das 1755 von Herzog Christian IV. gegründet wurde, um das „Zweibrücker Pferd“ zu züchten, leistet der Bezirksverband Pfalz  einen Beitrag zum Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude; seine Pferde sind auch heute nicht aus dem Reit- und Fahrsport wegzudenken.