WhatsApp, Signature, SimsMe und Co. – Messenger-Dienste

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich der Austausch im Vorfeld von Sitzungen zwischen Bürgermeisterin/Bürgermeister und Ratsmitgliedern oder innerhalb von Fraktionen über Messenger-Dienste wie WhatsApp. Experten der Unternehmensberatung McKinsey haben ausgerechnet, dass der Einsatz von Chat-Apps die Produktivität bei Verwaltungen und Unternehmen um bis zu 35 Prozent erhöhen kann. Allerdings können viele Messenger aus Sicherheits- und Datenschutzgründen nicht verwendet werden, wenn nicht besondere Vorkehrungen getroffen werden. Zum Teil lesen die Messenger-Dienste das komplette Adressbuch aus. Der Dienst erhält so auch die Daten von Menschen, die das Programm gar nicht installiert haben. Auch werden weitere Daten z. B. zum Betriebssystem und Standort, zum Smartphone-Modell oder zum Mobilfunknetz ausgelesen. Um diesen zu begegnen und für eine datenschutz-konforme Anwendung zu sorgen, können auf dem Gerät Messenger-Dienste technisch abgekoppelt werden (Container-Lösung). Alternativ sind mittlerweile erste Anbieter auf dem Markt, die speziell für Kommunen sichere und datenschutzkonforme Apps anbieten.

Autor: Agneta Psczolla Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel