E-Government in Rheinland-Pfalz

Die Digitalisierung ist in vollem Gange. Sie betrifft uns alle und sorgt für tiefgreifende Veränderungen in jedem Lebensbereich. In allen Lebenssituationen in unserer Gesellschaft nimmt sie Einzug. Sie begegnet uns am digitalen Arbeitsplatz, beim Einkaufen, bei der digitalen Teilhabe oder auch bei der Freizeitgestaltung. Auch die Kommunalverwaltungen werden von der Digitalisierung erfasst. Einerseits stehen hierbei die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger an die elektronische Aufgabenerledigung an. Den Veränderungen folgend, muss auch die Verwaltung Teil des virtuellen Lebens werden und ihre Leistungen für die Menschen in diesem virtuellen Raum in elektronischer Form anbieten.

Die digitale Transformation wirkt auch auf das Verwaltungshandeln selbst. Die internen Strukturen werden aufgebrochen. Die elektronische Kommunikation über E-Mail, WhatsApp und andere Plattformen ersetzt zunehmend den behördlichen papiergebundenen Schriftweg. Dabei wird eine schnelle Reaktion, möglichst noch am gleichen Tag, als selbstverständlich angesehen. Die Aktenführung ist zu reformieren. Eine hybride Aktenführung (elektronisch und papiergebunden) ist heute schon die Regel. Hier gilt es nun, den Sprung zur vollständigen elektronischen rechtssicheren Aktenführung zu schaffen. Auch die internen Prozesse der Beteiligungen, Mitzeichnungen und Genehmigungen stehen auf dem Prüfstand.

Unter dem Begriff E-Government werden die rechtlichen, organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen des elektronischen Behördenverkehrs zwischen der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürger oder den Unternehmen zusammengefasst. Hierbei steht die Online-Abwicklung der Verwaltungsaufgaben im Mittelpunkt.

Inhaltsverzeichnis

    Autor: Agneta Pszcolla, Herbert Benz Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel