Feuerwehrwesen - „Verändern, um zu bewahren!“: Zur Lage der Feuerwehren in Rheinland-Pfalz am Beginn des 21. Jahrhunderts

Der gesetzliche Auftrag, die rheinland-pfälzischen Bürgerinnen und Bürger vor Gefahren zu schützen, kann im Brand- und Katastrophenschutz nur durch ein Netzwerk zwischen den einzelnen Sicherheitspartnern auf den verschiedenen Verwaltungs- und Einsatzebenen erfolgreich erfüllt werden. Die Feuerwehren nehmen in diesem Netzwerk wegen ihrer örtlichen Einbindung in die Ortsgemeinden und der damit einhergehenden flächendeckenden Präsenz eine wichtige Funktion wahr. Als Sicherheitspartner der Feuerwehren sind insbesondere die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, die Sanitätsorganisationen, die Polizei des Landes und des Bundes sowie die Streitkräfte zu nennen.

Aufgrund nachhaltiger und einschneidender gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher, finanzieller und demografischer Wandlungsprozesse befindet sich auch das Netzwerk der zivilen, nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr derzeit in einem Umbruch, der zu einer Transformation des Einsatz- und Führungssystems des Brand- und Katastrophenschutzes geführt hat, welcher noch nicht abgeschlossen ist. Gerade deshalb ist es von besonderem Interesse, die Lage der Feuerwehren in Rheinland-Pfalz zu Beginn des 21. Jahrhunderts darzustellen.

In diesem Lagebericht werden zunächst die Aufgaben der Feuerwehren erläutert, wobei statistische Kennzahlen offenlegen, wie diese Aufgaben erfüllt werden. Dann wird eine Bilanz des rheinland-pfälzischen Feuerwehrwesens gezogen, bei der insbesondere die Organisation, die Ausrüstung, die Ausbildung, die Personalentwicklung und die Kosten betrachtet werden sollen. Die Behandlung aktueller Schwerpunktthemen - wie zum Beispiel die Tagesalarmunsicherheit oder der Mitgliederschwund unter besonderer Berücksichtigung der demografischen Entwicklung - vertieft die Darstellung. Anschließend erfolgen ein Rückblick auf abgeschlossene und ein Ausblick auf laufende Projekte, die den Transformationsprozess verdeutlichen.

Inhaltsverzeichnis

Autor: Hans-Peter Plattner Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel