Die Feuerwehren in der Statistik

51.000 freiwillig-ehrenamtliche Feuerwehrangehörige – davon 3.000 Frauen und Mädchen (knapp 6 %) – in etwa 2.250 örtlichen Feuerwehreinheiten/Freiwilligen Feuerwehren bei den rund 180 kommunalen Aufgabenträgern des örtlichen Brandschutzes und der örtlichen Allgemeinen Hilfe (Verbandsgemeinden, verbandsfreie Gemeinden, kreisangehörige Städte, kreisfreie Städte);

800 Feuerwehrbeamte in den fünf Berufsfeuerwehren und in den Freiwilligen Feuerwehren mit hauptamtlichen Kräften;

5.000 Werkfeuerwehrangehörige einschließlich der Selbsthilfekräfte; davon 1.650 Werkfeuerwehrangehörige ausschließlich im gewerblich/industriellen Bereich;

11.500 Jungfeuerwehrleute – darunter 2.200 Mädchen (20 %) – in rund 1.100 Jugendfeuerwehren.

Die aufgeführten statistischen Zahlen wurden 2015 für die Beantwortung der Großen Anfrage 16/5475/5719 vom 16. Oktober 2015 durch das Ministerium des Innern und für Sport (MdI) von den kommunalen Aufgabenträgern mit dem Stand 2014 erhoben; wobei anzumerken ist, dass nicht alle Aufgabenträger geantwortet haben und die Werte deshalb interpoliert werden mussten!

Insgesamt bringen sich rund 70.000 Feuerwehrangehörige – das heißt zwei Prozent der rheinland-pfälzischen Bevölkerung (!) – in Freiwilligen Feuerwehren, Berufsfeuerwehren, Werkfeuerwehren und Jugendfeuerwehren aktiv ein und leisten dabei mit ihrem bürgerschaftlichen Engagement einen unverzichtbaren Beitrag für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Sicherheit der in Rheinland-Pfalz lebenden Menschen.

Die rheinland-pfälzischen Feuerwehren rücken durchschnittlich zu etwa 28.000 Einsätzen im Jahr aus. Dabei entfallen rund 15.400 auf die Technische Hilfe (55 %), 6.400 auf die Brandbekämpfung (23,5 %), 4.100 auf Fehlalarme (14,5 %), 1.200 auf sonstige Einsätze (4 %) und 900 auf die Tierrettung (3 %). Die 6.400 Brände lassen sich noch in 4.900 Kleinbrände, 1.100 Mittelbrände und 400 Großbrände aufschlüsseln. Die deutschen Feuerwehren rückten 2015 zu insgesamt 624.000 Einsätzen (ohne Notfallrettung und Krankentransport) aus. Dabei entfallen 360.000 auf die Technische Hilfe 57,5 %), 122.000 auf die Brandbekämpfung (19,5 %), 87.000 auf Fehlalarme (14 %), 38.000 auf sonstige Einsätze (6 %) und 17.000 auf die Tierrettung (3 %). Das Statistische Bundesamt ermittelt die jährlichen Sterbefälle durch Ersticken, Verbrennen, Erschlagen und Verschütten in Brandstellen. 2015 waren 367 Brandtote zu verzeichnen; Mitte der 1990er Jahre betrug die Zahl der Todesfälle durch Brandeinwirkung knapp 800. Diese außergewöhnlich positive Entwicklung spricht für die Qualität des Vorbeugenden und Abwehrenden Brandschutzes in Deutschland. Die aufgeführten statistischen Zahlen stammen aus den Feuerwehr-Jahrbüchern 2014 und 2017 des Deutschen Feuerwehrverbandes e. V.

Die rheinland-pfälzischen Feuerwehren sind mit insgesamt rund 5.500 Landfahrzeugen und 260 Wasserfahrzeugen ausgestattet. Die Landfahrzeuge verteilen sich im Einzelnen wie folgt: 2.730 Löschfahrzeuge, 450 Rüst- und Gerätewagen, 165 Hubrettungsfahrzeuge und 2.155 sonstige Fahrzeuge. Die Wasserfahrzeuge bestehen überwiegend aus Rettungs- und Mehrzweckbooten, die durch ein Feuerlöschboot und vier Feuerwehrmehrzweckfähren ergänzt werden, wobei letztere durch Hilfeleistungslöschboote ersetzt werden sollen.

Autor: Hans-Peter Plattner, Annette Strobel Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel