Geoinformationen

Die so ermittelten Standorte oder „Punkte“ stehen zunächst abstrakt für sich. Mehrwert gewinnen sie dadurch, dass sie in Form einer Karte oder eines Landschaftsmodells aggregiert, also zusammengefasst werden. Die Punkte können dabei in einem zweiten Schritt z. B. je nach Höhe mit einer unterschiedlichen Farbe versehen werden. Damit entsteht für den Betrachter ein erster visueller Überblick über die Struktur einer Landschaft. Jede weitere (Geo-)Information erhöht nun den Erkenntniswert der Geodaten. Ausgehend vom vermessungstechnischen Raumbezug können Einzelheiten der Erdoberfläche wie Geländeformen, Gewässer, Siedlungsstrukturen, Vegetation oder Verkehrsnetze in die Karte aufgenommen werden. Die vorher abstrakten Geodaten bilden nunmehr einen räumlichen Kontext.

Die Möglichkeiten, diesem räumlichen Kontext weiteres Wissen zu entnehmen, reichen zwischenzeitlich durch die Verbreitung digitaler Informationssysteme zu Geodaten schier ins Unendliche. Das prominenteste Beispiel: Die Navigationssysteme sind durch eine Kombination der Geoinformationen zu Siedlungen und Verkehrsnetzen in der Lage, in kürzester Zeit exakt auszurechnen, wie viele Straßenkilometer auf dem Weg von einem Ort zu dem anderen zurückgelegt werden müssen. Beispiele zu Anwendungsmöglichkeiten in der öffentlichen bzw. kommunalen Verwaltung werden noch folgen.

Autor: Jürgen Hesch Drucken voriges Kapitel