Örtliche Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepte

Um die Verbesserung der Hochwasser- und Starkregenvorsorge tatsächlich zu verbessern und die örtlichen Akteure, insbesondere die Bevölkerung, zu sensibilisieren, frühzeitig einzubinden und zur Eigenvorsorge zu motivieren, gibt es in Rheinland-Pfalz seit 2011 sogenannte örtliche Hochwasserschutz- bzw. -vorsorgekonzepte, die ab 2014 auch die Starkregenvorsorge beinhalten. Im Rahmen einer intensiven Bürgerbeteiligung werden die Betroffenen darüber informiert, was bei Hochwasser und Starkregen passieren kann (auch bei seltenen und extremen Ereignissen, die jenseits aller bisher erlebten Überflutungen liegen), welche Aufgaben die öffentliche Hand zum Schutz vor Schäden ergreift und wie sich die Betroffenen selbst schützen können. Die Anregungen und Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger werden in diesem Prozess aufgenommen, von einem Ingenieurbüro, das den Prozess begleitet, fachlich bewertet und fließen in den kommunalen Maßnahmenplan (analog zum Hochwasserrisikomanagementplan in den Hochwasserpartnerschaften) ein. Außerdem sind Erfahrungen aus vergangenen Ereignissen, Pläne und Karten sowie Ortsbegehungen und Gespräche die Informationsgrundlage für die örtliche Maßnahmenplanung.

Autor: Dr. Barbara Manthe-Romberg, Birgit Heinz-Fischer Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel