Exkurs: Betreuungsbonus

Mit der Gesetzesänderung im Dezember 2005 wurde der sog. Betreuungsbonus (§ 12a KitaG) eingeführt. Der Bonus soll einen finanziellen Ausgleich für Mehrkosten darstellen, die durch die Ausweitung der Betreuungsangebote für zweijährige, insbesondere den Rechtsanspruch ab 2010, in Rheinland-Pfalz entstanden.

Werden danach in einer Verbandsgemeinde, einer verbandsfreien Gemeinde, einer großen kreisangehörigen oder einer kreisfreien Stadt am 31. Dezember eines Jahres mehr als 10 % der zweijährigen Kinder in Kindertagesstätten betreut, zahlt das Land einen Betreuungsbonus. Der Bonus beträgt 1.000 Euro für jedes betreute zweijährige Kind. Davon werden 700 Euro an das Jugendamt ausgezahlt, hiervon werden 45 % (315 Euro) an den Träger weitergeleitet, 55 % (385 Euro) verbleiben beim Jugendamt. Den nicht ausgezahlten Teil des Betreuungsbonus, die verbleibenden 300 Euro‚ verwendet das Land zur Finanzierung seiner Personalkostenzuschüsse und entlastet so den kommunalen Finanzausgleich. Der Bonus steigt auf 2.050 Euro für die Kinder, die in einer Verbandsgemeinde oder Stadt über eine Versorgungsquote von 40 % hinaus betreut werden.

Autor: Horst Meffert Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel