Jagdsteuer

Gegenstand der Besteuerung ist die Ausübung des Jagdrechts. Steuerschuldner ist der jeweilige Inhaber des Jagdausübungsrechts, im Falle verpachteter Jagdbezirke also der/die Jagdpächter. Zur Steuererhebung sind gemäß § 6 Abs. 1 KAG die Landkreise und kreisfreien Städte auf Grundlage einer entsprechend zu erlassenden Jagdsteuersatzung berechtigt. Die Jagdsteuer ist nach dem Jahresjagdwert zu bemessen, d.h. regelmäßig anhand der Jahresjagdpacht. Bei nicht verpachteten gemeinschaftlichen Jagdbezirken ist diese „fiktiv“ unter Heranziehung aller pachtpreisrelevanten Faktoren zu ermitteln. Dagegen besteht für die nicht verpachteten kommunalen Eigenjagdbezirke keine Jagdsteuerpflicht, da Gemeinden nicht zur Jagdsteuer herangezogen werden können (BVerwG, Urteil vom 27. Juni 2012 - 9 C 2/12).

Autor: Gabriele Flach [bis 2014], Horst Meffert, Dr. Gerd Thielmann Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel