EU-Forststrategie

Die Europäische Forststrategie aus dem Jahre 1998 (1999/C 56/01) sollte als Bindeglied zwischen den verschiedenen politischen Sektoren der EU den Ausgleich herstellen, da es für den Wald und die Forstwirtschaft keine gemeinsame Politik der EU gibt. Dieses Ziel konnte in der Vergangenheit leider nicht erreicht werden. Es existieren heute ca. 300 Rechtsquellen der EU, die teilweise konträr auf Wald und Forstwirtschaft Bezug nehmen. Mittlerweile haben sich die Rahmenbedingungen für den Wald und die Forstwirtschaft in der EU erheblich verändert, neben einer wachsenden Anzahl von Ansprüchen ist die Europäische Union auch an Mitgliedern gewachsen. Die Europäische Forststrategie wurde daher im Jahr 2015 auf Initiative der Europäischen Kommission angepasst. Die neue Strategie wird in Form eines Umsetzungsplans getrennt nach acht prioritären Handlungsfeldern bis 2020 abgehandelt. Schon im Prozess ihrer Ausarbeitung, als auch im Zuge der Evaluation des Umsetzungsplans standen als wesentliche Diskussionspunkte die Verbindlichkeit der Strategie sowie die Prioritätsreihung der unterschiedlichen Zielsetzungen im Umgang mit den europäischen Wäldern im Raum. Für die Zukunft ist auf Grundlage der Evaluationsergebnisse eine Fortschreibung der EU-Forststrategie nach 2020 in Planung. Die europäischen Waldbesitzerverbände fordern in diesem Zusammenhang, dass die zukünftige Handlungsmaxime der Forstwirtschaft in Europa ihrem ursprünglichen Geist, Kohärenz zwischen den einzelnen waldbezogenen Regelungen auf EU-Ebene zu schaffen, gerecht wird.

Autor: Maximilian Hauck Drucken voriges Kapitel
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