Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP)

Die Gemeinsame Agrarpolitik stellte mit etwa 40 % den größten Anteil am mehrjährigen Finanzrahmen der EU von 2014-2020 und ist einer der ältesten und wichtigsten Politikbereiche auf europäischer Ebene. Ihre übergeordneten Ziele liegen in der nachhaltigen Versorgungssicherheit der europäischen Bevölkerung sowie in der Stärkung der ländlichen Räume.

Die GAP besteht aus zwei Säulen. Die erste Säule umfasst mit etwa 70 % den größeren Anteil des GAP-Budgets und dient in erster Linie der direkten Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe (Direktzahlungen). Die zweite Säule umfasst gezielte Förderprogramme für die nachhaltige und umweltschonende Bewirtschaftung und die ländliche Entwicklung. Zentrales Instrument ist dabei der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER). Hierüber wird auch die europäische Forstwirtschaft finanziell unterstützt. Dies beinhaltet beispielsweise die Förderung von Infrastrukturmaßnahmen (Waldwegebau, Wiederaufforstung und Neuanlage von Wäldern), von forstwirtschaftlichen Vereinigungen oder von Maßnahmen zum Schutz des Waldes. Für die GAP nach 2020 zeichnen sich tiefgreifende Veränderungen ab. Auf der einen Seite sollen nach dem Vorschlag der EU-Kommission den Mitgliedstaaten größere Gestaltungsspielräume zur Erreichung der gemeinsamen Ziele zuteilwerden, auf der anderen Seite ist geplant, insbesondere in der zweiten Säule das zur Verfügung stehende Budget deutlich zu kürzen.

Autor: Maximilian Hauck Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel
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