Denkmalschutz

Im Jahre 2008 ist das neue Landesdenkmalschutzgesetz in Kraft getreten. Im Gegensatz zu der bisherigen Praxis ist für die Anerkennung der Denkmaleigenschaft eines Gebäudes kein Verwaltungsakt der zuständigen Unteren Denkmalpflegebehörde mehr erforderlich. Vielmehr hat das Gesetz festgelegt, dass einem Denkmal diese Eigenschaft aus sich selbst heraus (eo ipso) zugeordnet wird. Damit wird den örtlichen Baubehörden auf Verbandsgemeinde- und Kreisebene, aber auch in den örtlichen Gremien eine besondere Verantwortung zur Erhaltung von Denkmälern übertragen. Gleichzeitig ist aber auch jeder Eigentümer verpflichtet, sich selbst darüber klar zu werden, ob seinem Gebäude eine Denkmalqualität zukommt.

Damit müssen die kommunale Ebene und die Eigentümer selbst darüber mit entscheiden, inwieweit die planungsrechtlichen Möglichkeiten und die damit verbundenen Zuschussfragen und steuerlichen Vorteile genutzt werden.

Für die Gemeinden ganz besonders wichtig ist - auch in vorgenanntem Sinne - die Schutzmöglichkeit der sogenannten Denkmalzone. Eine Denkmalzone beschreibt einen abgegrenzten Bereich einer Gemeinde, in dem eine Vielzahl von Gebäuden als Denkmal anzusehen sind, und die in ihrer Gesamtheit einen besonderen Schutz genießen. Gerade der Erhalt der gesamtgestalterischen Situation eröffnet örtlichen, in ihrer historischen Bausubstanz besonders erhaltenswerten Bereichen die Chance auf eine angemessene Revitalisierung. Eine solche Zone kann auch einen gesamten Ort umfassen, wie dies z. B. für Herrstein im Hunsrück gilt. Gerade an solchen Beispielen lässt sich der Nutzen solcher Schutzgesetze besonders gut erkennen!

Autor: Winfried Manns Drucken nächstes Kapitel