Konsequenzen für die Kommunen

Die vorgehend beschriebene verstärkte Kulturarbeit in den Kommunen spiegelt sich keinesfalls in gleicher Weise in den kommunalen Haushalten wider. Mit der immer schlechteren Haushaltslage der Kommunen verschärft sich die Auseinandersetzung, wieviel Kunst und Kultur sich Kommunen als „freiwillige Aufgabe“ leisten können oder leisten wollen. Das neueste Beispiel im Großen ist die Diskussion um den Erhalt und die Sanierung des Theaters Trier. Wichtig bleibt deshalb besonders, die Notwendigkeit und das Bewusstsein von Kultur, Kulturpolitik und Gestaltung, Verwaltung und Finanzierung immer wieder neu zu definieren, einzuordnen und zu gewichten, und nicht nur einen gewachsenen und häufig nur fortgeschriebenen Kulturbetrieb aufrechtzuerhalten. Dass dies gerade in den letzten Jahren auf der kommunalen Ebene mit Kreativität und Fantasie zu neuen Wegen der Kulturarbeit geführt hat, zeigt, dass Kunst und Kultur einen hervorzuhebenden Teil der Daseinsvorsorge auf der gemeindlichen Ebene darstellt. Dieses Ziel muss auch für die Zukunft verfolgt und nachhaltig gesichert werden.

Autor: Winfried Manns Drucken voriges Kapitel
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