Das Europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000

Natura 2000 ist das europäische Schutzgebietsnetz zur Erhaltung seltener wildlebender Tier- und Pflanzenarten bzw. Lebensräume. Das Schutzgebietnetz setzt sich zusammen aus

  • den sog. FFH-Gebieten gemäß FFH-Richtlinie (oder Habitat-Richtlinie)7 sowie
  • den Vogelschutzgebieten gemäß Vogelschutzrichtlinie (VRL)8.

Natura 2000-Gebiete dienen dazu, die Erhaltung der biologischen Vielfalt zu fördern und dabei die wirtschaftlichen, kulturellen und regionalen Anforderungen zu berücksichtigen. Damit soll ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung geleistet werden (vgl. die Erwägungsgründe zur FFH-RL). Die Ausweisung und Unterschutzstellung sowie das Management der Natura 2000-Gebiete ist Aufgabe der Bundesländer, d. h. der staatlichen Naturschutzverwaltung.


7)   Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tieren und Pflanzen, ABl. EG L 206, S. 7; zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013 (Aktualisierung Anhang IV wegen Beitritts Kroatien).

8)   Richtlinie 2009/147/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Erhaltung der wild lebenden Vogelarten vom 30. November 2009, ABl. EG L 20, S. 7 (kodifizierte Fassung der ursprünglichen Vogelschutzrichtlinie 79/409/EWG von 1979), zuletzt geändert durch Richtlinie 2013/17/EU des Rates vom 13. Mai 2013  (Aktualisierung der Artenliste wegen Beitritts Kroatien).

 

Inhaltsverzeichnis

Autor: Dr. Thomas Rätz Drucken voriges Kapitel