Dorferneuerungsprogramm

Ziel der Förderung der Dorferneuerung ist eine nachhaltige und zukunftsorientierte Dorfentwicklung sowie der Erhalt und die Weiterentwicklung des Dorfes als eigenständigem Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum. Die Fördermöglichkeiten sind in der Verwaltungsvorschrift „Förderung der Dorferneuerung“ des damaligen Ministeriums für Landwirtschaft, Weinbau und Forsten vom 23. März 1993 (VV-Dorf) im Einzelnen geregelt. Gefördert werden beispielsweise

  • die Schaffung von neuem Wohnraum in Ortskernen durch Umnutzung leerstehender Bausubstanz,
  • investive Vorhaben zur Sicherung und zum Ausbau einer bedarfsgerechten örtlichen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen,
  • kleinere bauliche Projekte örtlicher Sozial-, Kultur- und Beratungsarbeit,
  • Maßnahmen zur Schaffung eines umweltverträglichen dörflichen Fremdenverkehrs,
  • die Innenentwicklung und Vitalisierung von Ortskernen und bauliche Maßnahmen innerhalb der Ortslage zur Erhaltung und Neueinrichtung von wohnstättennahen Arbeitsplätzen (vgl. Ziff. 2 der VV).

Vorhaben der Dorferneuerung werden gefördert in dörflich/ländlich geprägten Ortsgemeinden mit bis zu 3.000 Einwohnern und landschaftsbestimmenden Gehöftgruppen. Die Förderung setzt ein ganzheitliches Dorferneuerungskonzept voraus (vgl. Ziff. 4 der VV). Eine Mehrfachförderung mit anderen Förderprogrammen des Bundes und des Landes ist nicht zulässig, es sei denn, es handelt sich um Maßnahmen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege. Der Fördersatz beträgt bis zu 65 Prozent der förderfähigen Gesamtkosten und kann bei Maßnahmen, die der interkommunalen Zusammenarbeit dienen, auf bis zu 80 Prozent angehoben werden (vgl. Ziff. 6.1 der VV). Die Förderhöhe ist auf maximal 20.452 Euro begrenzt. Anträge von Ortsgemeinden sind über die Verbandsgemeinde, die Kreisverwaltung und die ADD dem zuständigen Ministerium vorzulegen. Zuwendungen für ebenfalls förderfähige private Vorhaben (vgl. Ziff. 3 und 6.2 der VV) werden durch die Kreisverwaltung bewilligt.

Autor: Dr. Daniela Franke, Dr. Karl-Heinz Frieden Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel
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