Digitale Dörfer

Nachdem Politik und Wirtschaft sich in der Vergangenheit in Sachen Digitalisierung den Großstädten zugewandt hatten und mit mäßigem Erfolg „Smart-Citys“ als Modellkommunen zur Digitalisierung schaffen wollten, ist der Fokus der Digitalisierung nunmehr auf die ländlichen Regionen gerückt. Die in Rheinland-Pfalz erfolgreichen „Digitalen Dörfer“ – die Verbandsgemeinden Eisenberg (Pfalz), Göllheim und Betzdorf-Gebhardshain – haben in Modellprojekten gezeigt, dass nicht nur im Rahmen der Nahversorgung die Chancen der Digitalisierung genutzt werden können, über Kommunikationsplattformen wie dem „DorfFunk“, auf der Bürgerinnen und Bürger ihre Hilfe anbieten, Gesuche einstellen („Kennt jemand einen schönen Ort für eine Familienfeier?“) oder zwanglos plauschen können. Bei den digitalen Dörfern geht es darum, Chancen der Digitalisierung zu nutzen, um das „Wir-Gefühl“ vor Ort zu stärken und so Mehrwerte für den ländlichen Raum zu schaffen. Mittlerweile sind zahlreiche weitere Verbandsgemeinden, wie Bodenheim, Daun, Gerolstein, Kelberg und die Dörfer Dreis-Brück, Kottweiler-Schwanden, Oberweiler und Spirkelbach, zu digitalen Dörfern geworden. Künftig sollen insbesondere innovative Konzepte für intelligente Mobilität erprobt werden.

Autor: Dr. Daniela Franke, Dr. Karl-Heinz Frieden Drucken voriges Kapitel
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