Mobilität

Der ländliche Raum bietet den Menschen enorme Kostenvorteile (Miete / Eigentum, Naherholung im unmittelbaren Umfeld, geringe Umwelt- und Lärmbelästigung). Umgekehrt müssen in der Regel weitere Strecken zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt usw. zurückgelegt werden. Längst ist Mobilität zum Standortfaktor einer Gemeinde oder Stadt geworden. Der Individualverkehr ist aus dem ländlichen Raum nicht wegzudenken. Gleichwohl bedarf es eines Mobilitätsangebots auch für diejenigen, die im Alter nicht mehr längere Strecken alleine mit dem Auto bewältigen können bzw. für Familien, die sich keinen Zweitwagen leisten können und wollen, oder für größere Kinder und Jugendliche.

Rückgrat des öffentlichen Personennahverkehrs ist der Schülerverkehr. Allerdings ist dieser aufgrund fehlender Rentabilität und damit einhergehender Preissteigerungen und ausgedünntem Angebot zunehmend rückläufig.

Neben privater Organisation von Mobilität, wie die klassischen Fahrgemeinschaften oder Mitfahrgelegenheiten im Rahmen der Nachbarschaftshilfe, gibt es zahlreiche weitere Ansätze. So ist denkbar, dass der Dorfladen als zusätzliches Angebot auch Fahrdienste anbietet.

Grundsätzlich gilt für die Sicherstellung der Mobilität der Zukunft, dass auf Multimobilitätskonzepte gesetzt wird. Hierbei werden verschiedene Verkehrsmittel besser vernetzt und sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrrad und Pkw an den Umsteigepunkten geschaffen. Ein sinnvoller Baustein sind hier zudem Carsharing-Modelle, die beispielsweise in der Eifel (Gerolstein und Bitburg) mit Elektroautos eingesetzt werden.

Durch den jeweiligen Verkehrsverbund organisierte Angebote, wie Anruf-Sammel-Taxen oder Rufbusse, können das System des Öffentlichen Personennahverkehrs ergänzen und Lücken in den Fällen schließen, in denen das Verkehrsaufkommen insbesondere in verkehrsschwachen Zeiten und Regionen den Einsatz großer Fahrzeuge (Busse) und das Anfahren jeder Haltestelle nicht rechtfertigen. Die Fahrzeuge fahren nur, wenn die Fahrt vorbestellt wird. Die Fahrgäste werden an Haltestellen abgeholt.

Inhaltsverzeichnis

Autor: Dr. Daniela Franke, Dr. Karl-Heinz Frieden Drucken nächstes Kapitel
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