Dorf-/Nachbarschaftsläden, Gemeindezentren

Grundvoraussetzung für den Betrieb von Dorf-/Nachbarschaftsläden bzw. Gemeindezentren ist das ehrenamtliche Engagement der Einheimischen. Für den erfolgreichen Betrieb ist eine Vorfeld-Einschätzung der im Ort vorhandenen Potenziale (Personen, Strukturen vor Ort etc.) unerlässlich. Wesentliche Erfolgsfaktoren für einen nachhaltigen Betrieb sind insbesondere:

  • Der Laden/das Zentrum stellt sich dem Wettbewerb. Hierzu gehört ein attraktives Ladensortiment, das nicht hinter der Konkurrenz zurückbleibt (keine Rücksichtnahmen auf noch bestehende Läden wie Bäcker, Metzger etc.) und zusätzliche Funktionen/Dienstleistungen (z. B. Dorfcafé).
  • Aktive Führung des Geschäftsbetriebs durch konsequentes Controlling.
  • Aktives Marketing, insbesondere für die Zusatzfunktionen und das zusätzliche Dienstleistungsangebot gegenüber einem herkömmlichen Geschäft.

Das Landesprogramm „M.Punkt RLP“ unterstützt Kommunen durch Begleitung und Beratung, z. B. zu Fragen der Förderung, Finanzierung, Trägerstrukturen, Ladengestaltung, Betriebs- und Warenkonzepten, Einbindung regionaler Erzeuger und vieles mehr. Ein wichtiges Ziel ist dabei, dass die Projekte auch ohne Förderung langfristig die laufenden Kosten decken sollten.

Das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau hat den Leitfaden für Gründer und Betreiber „Nachbarschaftsläden in Rheinland-Pfalz“ herausgegeben: https://mwvlw.rlp.de/fileadmin/mwkel/Abteilung_4/8403/Leitfaden_Nahversorgung.pdf

Autor: Dr. Daniela Franke, Dr. Karl-Heinz Frieden Drucken voriges Kapitel
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