Historische Auslegung

Der Inhalt des § 68 Abs. 1 Satz 1 GemO wurde vormals durch die Regelung des § 6 VGO bestimmt. Damals wurde die Führung der Verwaltungsgeschäfte als „Unterstützung“ der Gemeinde und „Führung der Bürogeschäfte“, umgangssprachlich die Verwaltung als „Schreibstube“ bezeichnet („gemeinsame Schreibstube der Gemeinden“). Hiermit gemeint waren also alle Dienstverrichtungen einer hauptamtlichen Verwaltung, die üblicherweise nicht mehr vom Bürgermeister persönlich erledigt werden. Daraus lässt sich ableiten, dass schon die Vorgängerregelung des § 68 Abs. 1 S. 1 GemO die fachlichen, rechtlichen und bürotechnischen Arbeiten der Verbandsgemeindeverwaltung zuordnete.

Autor: Dr. Karl-Heinz Frieden, Stefan Heck Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel
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