Wettbewerblicher Dialog

Der Wettbewerbliche Dialog ist eine Sonderform des Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb (Ziff. 10.3.a). Er ist unter den gleichen Gründen zulässig. Ziel des Wettbewerblichen Dialogs ist es aber, gemeinsam mit den Bietern – insbesondere bei sehr komplexen und innovativen Leistungen – diese im Vergabeverfahren zu entwickeln. Die Vorgaben zur vorgesehenen Leistung werden in der Praxis durch die sogenannte „funktionale Leistungsbeschreibung“ definiert. Die letztendliche Lösung wird in der Dialogphase und in der Angebotsphase entwickelt. Genauer betrachtet handelt es sich bei diesem um ein dreistufiges Verfahren, das besteht aus:

  • Öffentlichem Teilnahmewettbewerb
  • Dialogphase
  • Angebotsphase

Der Auftraggeber kann vorsehen, dass der Dialog in mehreren Phasen geführt wird. Während dieser kann die Zahl der beteiligten Unternehmen verringert werden. Der Auftraggeber schließt den Dialog ab, wenn er die Lösung für die zu beschaffende Leistung gefunden hat. Die verbleibenden Unternehmen werden dann zur Abgabe eines Angebotes auf Grundlage der in der Dialogphase festgelegten Lösungen aufgefordert. Die Vergabe erfolgt stets anhand der in der Auftragsbekanntmachung festgelegten Kriterien.

Autor: Klaus Faßnacht Drucken voriges Kapitel nächstes Kapitel
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