Schwellenwerte

Für die kommunale Auftragsvergabe liegen derzeit die Schwellenwerte für Liefer- und Dienstleistungsaufträge bei 207.000 Euro, für Bauaufträge bei 5.186.000 Euro. Andere Schwellenwerte gelten für die sog. Sektorenauftraggeber aus den Bereichen Wasser, Energie und Verkehr.

Die Schwellenwerte werden nach dem geschätzten Gesamtauftragswert der Leistung ohne Umsatzsteuer berechnet (§ 1 VGV). Maßgeblicher Zeitpunkt für die Schätzung des Auftragswertes ist die Einleitung des Vergabeverfahrens (vgl. § 3 Abs. 9 VGV). Bei Aufträgen im Liefer- und Dienstleistungsbereich ist grundsätzlich der tatsächliche Gesamtwert des Auftrages, der sich aus der Berechnung der Vertragslaufzeit ergibt, maßgeblich. Soweit kein Gesamtpreis angegeben ist, wird bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen bis zu 48 Monaten der geschätzte Gesamtwert der Vertragslaufzeit für die Schwellenwertberechnung zugrunde gelegt. Bei unbefristeten Verträgen oder nicht absehbarer Vertragsdauer berechnet sich der Vertragswert aus der monatlichen Zahlung multipliziert mit 48 (§ 3 Abs. 4 VGV).